Starker Haarausfall

Welche Mittel wirken gegen Haarausfall?

Da Haarausfall ganz verschiedene Ursachen haben kann, gibt es auch nicht nur ein einziges Mittel dagegen. Der kreisrunde Haarausfall, der diffuse Haarausfall und der hormonell bedingte Haarausfall werden mit jeweils eigenen Mitteln behandelt. Bei allen Arten des Haarausfalls wird zunächst einmal versucht, durch Massagen der Kopfhaut die Durchblutung zu fördern und auf diese Weise möglicherweise auch das Wachstum der Haare anzuregen.



Weitere Haarausfallmittel

Mittel gegen hormonell bedingten Haarausfall.
Der hormonell oder auch erblich bedingte Haarausfall betrifft vor allem Männer und ist die häufigste Form des Haarausfalls. Der Grund ist eine ererbte Überempfindlichkeit der Haarwurzeln gegen das männliche Sexualhormon Testosteron. Schon in jungen Jahren können Geheimratsecken entstehen, und bei manchen Männern führt der Haarausfall bis zu einer Vollglatze. Frauen leiden zum Glück nur sehr selten unter diesem erblichen Haarausfall, und wenn es sie trifft, ist die psychische Belastung erheblich größer als bei Männern. Je früher eine Therapie gegen den Haarausfall einsetzt, desto größere Aussichten auf Erfolg hat sie auch. Normalerweise wird zuerst versucht, durch Haartinkturen den weiteren Haarausfall zu verlangsamen oder zu stoppen. Das Einmassieren der Tinkturen in die Kopfhaut soll diese besser durchbluten und somit das Haarwachstum anregen. Gelingt das nicht, kann man eine medikamentöse Behandlung versuchen. Durch Medikamente kann es möglich sein, zumindest den aktuellen Zustand der Haare zu erhalten und zu versuchen, die Beschaffenheit der noch vorhandenen Haare zu verbessern. Möglicherweise lässt sich die Dicke der Haare positiv beeinflussen. Die meisten Medikamente gegen Haarausfall sind verschreibungspflichtig, da sie unter anderem Hormone enthalten, die auch unerwünschte Nebenwirkungen haben können.

Mittel gegen den kreisrunden Haarausfall
Wie der Name schon sagt, fallen beim kreisrunden Haarausfall die Haare auf einer runden Fläche vollständig aus. Als Gründe werden psychische Probleme oder Störungen im Immunsystem vermutet. Oft wachsen die Haare nach einiger Zeit von allein wieder nach, aber manchmal bleiben die Stellen auch kahl.
Durch Haartinkturen, die Cortison enthalten, kann man versuchen, die Durchblutung der Kopfhaut zu verbessern und so das Haarwachstum wieder anzuregen. Das Cortison soll dabei die Reaktionen des gestörten Immunsystems unterdrücken, die möglicherweise der Grund für diese seltene Form des Haarausfalls sind. Da der kreisrunde Haarausfall auch die Folge von schweren psychischen Problemen sein kann, empfiehlt sich eventuell eine Behandlung bei einem Psychologen, der dabei helfen kann, die inneren Gründe für diese Reaktion des Körpers zu finden.

Mittel gegen den diffusen Haarausfall
Der diffuse Haarausfall kann am besten behandelt werden. Hier sind die Ursachen sehr vielfältig. So können etwa eine Mangelernährung oder eine Übersäuerung des Organismus vorliegen, aber auch Stress, Störungen der Schilddrüsenfunktionen oder Infektionen im Körper, die zu vermehrtem Haarausfall führen. Bekannt ist auch der Haarausfall, der sich oft nach Schwangerschaften oder nach der Menopause einstellt, in Folge der hormonellen Umstellung. Ist die Ursache für den diffusen Haarausfall eine Fehlernährung, kann eine Umstellung auf vitamin- und eisenreiche Ernährung helfen. Möglicherweise verschreibt der Arzt nach einer Blutanalyse auch zusätzliche Vitamin- und Eisenpräparate. Vor allem bei Frauen im gebärfähigen Alter ist oft ein Eisenmangel Grund dafür, dass vermehrt Haare ausfallen. Gelegentlich können aber auch Männer davon betroffen sein.
Fallen die Haare auf Grund einer Fehlfunktion der Schilddrüse aus, so muss diese Grunderkrankung zuerst behandelt werden, was meistens durch Medikamente geschieht. Diffuser Haarausfall in den Wechseljahren wird vor allem durch Gaben des Hormons Östrogen behandelt, das der Organismus bei älteren Frauen nur noch in unzureichenden Mengen bildet. Nach Schwangerschaften oder nach einer sehr anstrengenden Zeit mit viel Stress braucht der Körper vielleicht einfach nur ein bisschen Ruhe und Erholung, damit auch der Ausfall der Haare sich wieder normalisiert. Manche Ärzte haben den Verdacht, dass der diffuse Haarausfall dadurch entsteht, dass wegen einer erhöhten Spannung der Kopfmuskulatur die Haarwurzeln nur unzureichend mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt werden, und die Haare deswegen ausfallen. Möglicherweise hilft auch das Erlernen von Entspannungstechniken wie dem Autogenen Training oder der Progressiven Muskelentspannung dabei, die angespannten Kopfmuskeln wieder zu lockern. Wenn Tinkturen, zusätzliche Vitamine und Mineralstoffe, so wie eine medikamentöse Behandlung keinen Erfolg bringen und der Haarausfall nicht gestoppt werden kann, bleibt als letztes Mittel immer noch eine Haartransplantation, bei der Haare aus dem so genannten Haarkranz operativ entnommen und an kahle oder lichter werdende Stellen der Kopfhaut verpflanzt werden. Es gibt auch schon Methoden, bei denen Körperhaare verpflanzt werden können, was gerade für Menschen interessant ist, die zwar auf dem Kopf kaum noch Haare haben, dafür aber über eine starke Körperbehaarung verfügen.